Untätigkeitsbeschwerde
Beschwerde, wenn eine Behörde über einen Antrag nicht entscheidet — für Österreich, kostenlos als Vorschau testen.
Untätigkeitsbeschwerde: Rechtsgrundlage und Frist in Österreich
Das berücksichtigt die KI, wenn sie „Untätigkeitsbeschwerde“ für Österreich schreibt:
- § 73 Abs. 1 AVG: Behörden sind verpflichtet, über Anträge ohne unnötigen Aufschub, spätestens aber sechs Monate nach deren Einlangen zu entscheiden, sofern in den Verwaltungsvorschriften nichts anderes bestimmt ist; das jeweilige Materiengesetz kann also eine kürzere oder längere Frist vorsehen (§ 8 Abs. 1 VwGVG)
- Nach Ablauf dieser Frist ist eine Säumnisbeschwerde an das Verwaltungsgericht zulässig (§ 8 Abs. 1 VwGVG)
- Die Säumnisbeschwerde ist bei der säumigen Behörde einzubringen, nicht direkt beim Verwaltungsgericht (§ 12 VwGVG). Die Behörde kann den Bescheid binnen höchstens drei Monaten nachholen; tut sie das nicht, legt sie die Beschwerde samt Akten dem Verwaltungsgericht vor (§ 16 VwGVG)
- Dieses Schreiben eignet sich als formelle Aufforderung an die Behörde selbst, vor Einbringung einer gerichtlichen Säumnisbeschwerde
Im Einzelfall zählen die Angaben deiner Behörde — bei einem Bescheid vor allem dessen Rechtsmittelbelehrung. Amtsexperte ersetzt keine Rechtsberatung.
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„Untätigkeitsbeschwerde“ in Österreich: So gehst du vor
Wer zuständig ist
Dein Schreiben und auch eine spätere Säumnisbeschwerde gehen an die Behörde, bei der dein Antrag liegt; das Verwaltungsgericht entscheidet erst, wenn sie ihm die Beschwerde vorgelegt hat (§§ 12, 16 VwGVG). Ausnahmen: In Abgabensachen des Finanzamts bringst du die Säumnisbeschwerde direkt beim Bundesfinanzgericht ein (§ 284 BAO), in Leistungssachen der Sozialversicherung klagst du beim Arbeits- und Sozialgericht, und ist gegen den ausstehenden Bescheid eine Berufung möglich, stellst du einen Devolutionsantrag bei der Berufungsbehörde (§ 73 Abs. 2 AVG).
Das muss im Schreiben stehen
- Dein Name, deine Anschrift und die Geschäftszahl, falls dir die Behörde schon eine mitgeteilt hat.
- Das Datum, an dem dein Antrag bei der Behörde eingelangt ist, und was du beantragt hast, denn ab dem Einlangen läuft die Entscheidungsfrist.
- Die klare Aufforderung, über deinen Antrag mit Bescheid zu entscheiden, samt einem konkreten Datum.
- Für die Säumnisbeschwerde selbst: die Behörde, deren Entscheidung du begehrt hast, dein Begehren und die Glaubhaftmachung, dass die Entscheidungsfrist abgelaufen ist (§ 9 VwGVG).
Diese Nachweise erwartet die Behörde
- Kopie deines Antrags samt Beleg, wann er eingelangt ist, etwa Eingangsstempel oder elektronische Eingangsbestätigung.
- Nachforderungen der Behörde und deine Antworten, jeweils mit Datum.
- Bei einer Säumnisbeschwerde nach dem VwGVG den Zahlungsbeleg über die Eingabengebühr von 50 Euro an das Finanzamt Österreich, sofern keine gesetzliche Gebührenfreiheit gilt.
Die häufigsten Fehler
- Du schickst die Säumnisbeschwerde außerhalb von Abgabensachen direkt an das Verwaltungsgericht statt an die säumige Behörde: Bis zur Vorlage gehören Schriftsätze zur Behörde, ein falsch adressiertes Schreiben kostet dich zusätzlich Zeit.
- Du rechnest die Entscheidungsfrist ab dem Absendedatum statt ab dem Einlangen oder zählst Zeiten mit, in denen das Verfahren wegen einer Vorfrage ausgesetzt war: Eine vor Fristablauf erhobene Säumnisbeschwerde ist unzulässig (§ 8 VwGVG).
- Du hast angeforderte Unterlagen nicht oder verspätet geliefert: Liegt die Verzögerung nicht überwiegend bei der Behörde, weist das Verwaltungsgericht die Säumnisbeschwerde ab (§ 8 Abs. 1 VwGVG).
Was danach passiert
Holt die Behörde den Bescheid binnen bis zu drei Monaten nach, wird das Verfahren eingestellt; sonst legt sie Beschwerde und Akt dem Verwaltungsgericht vor und teilt dir das mit, ab dann reichst du Schriftsätze direkt beim Gericht ein (§ 16 VwGVG). In Abgabensachen des Finanzamts trägt das Bundesfinanzgericht der Behörde auf, binnen bis zu drei Monaten ab Einlangen der Säumnisbeschwerde zu entscheiden (§ 284 Abs. 2 BAO). In Leistungssachen der Sozialversicherung ist die Säumnisklage möglich, wenn sechs Monate nach Eingang des Antrags kein Bescheid vorliegt, bei Leistungen der Krankenversicherung schon nach drei Monaten (§ 67 Abs. 1 Z 2 ASGG).
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Was brauchst du für „Untätigkeitsbeschwerde“?
Halte diese Angaben bereit — das Formular führt dich Schritt für Schritt durch:
- Dein Name
- Deine Adresse
- Name der Behörde
- Adresse der Behörde
- Datum des ursprünglichen Antrags
Gratis-Vorlage, Amtsexperte oder Anwalt?
Eine Vorlage aus dem Internet hat leere Klammern zum Selbst-Ausfüllen. Amtsexperte schreibt „Untätigkeitsbeschwerde“ mit deiner Begründung und der Rechtsgrundlage für Österreich.
| Kriterium | Gratis-Vorlage | Amtsexperte | Anwalt |
|---|---|---|---|
| Preis | Kostenlos | 9,90 € einmalig inkl. USt | 150–400 € + |
| Auf deinen Fall zugeschnitten | Nein — Textbaustein zum Ausfüllen | Ja — die KI formuliert jeden Satz neu | Ja |
| Rechtsgrundlage für Österreich | Oft veraltet oder zu allgemein | Passend zu Land und Behörde | Ja |
| Fertig in | — | unter 1 Minute | Tage bis Wochen |
| Termin nötig | Nein | Nein | Meistens ja |
Häufige Fragen zu „Untätigkeitsbeschwerde“
Welche Frist gilt für „Untätigkeitsbeschwerde“ in Österreich?
§ 73 Abs. 1 AVG: Behörden sind verpflichtet, über Anträge ohne unnötigen Aufschub, spätestens aber sechs Monate nach deren Einlangen zu entscheiden, sofern in den Verwaltungsvorschriften nichts anderes bestimmt ist; das jeweilige Materiengesetz kann also eine kürzere oder längere Frist vorsehen (§ 8 Abs. 1 VwGVG).
Gibt es „Untätigkeitsbeschwerde“ auch für Deutschland?
Ja. Im Formular kannst du Deutschland wählen — die KI verwendet dann die dortigen Rechtsgrundlagen, Fristen und Behördenbezeichnungen. Die Seite für Deutschland findest du auf amtsexperte.de.
Was kostet „Untätigkeitsbeschwerde“ bei Amtsexperte?
Die Vorschau mit Wasserzeichen ist kostenlos. Das fertige Dokument ohne Wasserzeichen kostet einmalig 9,90 € — kein Abo.
Ist „Untätigkeitsbeschwerde“ nur eine Vorlage zum Ausfüllen?
Nein. Anders als eine Gratis-Vorlage schreibt die KI „Untätigkeitsbeschwerde“ individuell für deinen Fall neu — mit deiner konkreten Begründung statt Textbausteinen und der passenden Rechtsgrundlage für Österreich.
Wie lange dauert die Erstellung von „Untätigkeitsbeschwerde“?
In der Regel weniger als eine Minute, nachdem du das Formular ausgefüllt hast.
Brauche ich für „Untätigkeitsbeschwerde“ einen Anwalt?
Für die meisten Standardfälle nicht. Bei besonders komplexen oder strittigen Sachverhalten empfehlen wir zusätzlich eine anwaltliche Prüfung.
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